Seit 2006 begleitet mich meine Filmkamera auf meinen Forschungsreisen. Bei den dabei entstandenen Dokumentationen war mir vor allem Authentizität wichtig. Keine Szene ist gestellt oder nachgedreht, alles ist in einer vertrauensvollen Atmosphäre mit Einverständnis der Handelnden gefilmt. Es wird auf spektakuläre Einstellungen und Tonkulissen verzichtet, denn das Dargestellte soll nicht als exotische Sensation, sondern als dort normaler Lebensablauf verstanden werden. Dazu gehört auch, dass sich der Rhythmus der Filme der Lebensgeschwindigkeit der Menschen anpasst. Alle Filme haben die Gefilmten gesehen und autorisiert.

Die Toposa- bzw. Turkana-Trilogien dokumentieren jeweils verschiedene Aspekte, die in ihrer Summe einen Eindruck des dortigen Lebens zwischen Tradition und Moderne geben.